Lipödem Symptome: Wie Sie frühzeitig ein Lipödem erkennen

Viele Frauen leiden an einem Lipödem, aber sind sich gar nicht bewusst, dass bei ihnen Lipödem Symptome vorliegen. Ein Lipödem entwickelt sich oft langsam, so dass es schwierig sein kann, die ersten Anzeichen zu erkennen. Außerdem wird es oft als Fettleibigkeit fehldiagnostiziert. Die Dunkelziffer der Betroffenen ist daher hoch.

Denken Sie, dass Sie an einem Lipödem leiden und möchten Sie gerne wissen, welches die Symptome eines Lipödems sind? Dann lesen Sie hier weiter.

Lipödem Symptome

Was ist ein Lipödem?

Bei einem Lipödem handelt es sich um eine Erkrankung, bei der es zu einem abnormalen, unverhältnismäßigen Wachstum von Fettzellen in Armen und Beinen kommt. Es handelt sich um eine Fettverteilungsstörung. Obwohl die genaue Ursache nicht bekannt ist, geht man davon aus, dass sie hormonell und genetisch bedingt ist. Lipödeme treten typischerweise bei Frauen auf und beginnen oft in der Pubertät, während der Schwangerschaft oder in anderen Zeiten von hormonellen Veränderungen. Die Erkrankung kann leicht, mittelschwer oder schwer sein, und die Symptome können sich mit der Zeit verschlimmern. Am häufigsten wird ein Lipödem bei Frauen diagnostiziert, obwohl auch Männer betroffen sein können. Ein Lipödem entwickelt sich in der Regel langsam und wird in 3 Stadien unterteilt.

Es ist wichtig, ein Lipödem rechtzeitig zu erkennen, damit es behandelt werden kann und sich nicht weiter verschlechtert. Daher ist es ratsam auf eventuelle Symptome zu achten und sich von einem Facharzt beraten zu lassen. Auch Ärzte diagnostizieren ein Lipödem gar nicht so selten falsch. Haben Sie also das Gefühl eventuell falsch beraten worden zu sein? Dann holen Sie sich am besten noch eine zweite oder gar dritte Meinung ein.

Wie können Sie ein Lipödem erkennen?

Warum ist es eigentlich schwierig, die Symptome eines Lipödems zu erkennen? Der Grund dafür ist, dass es oft mit anderen Krankheiten verwechselt wird.

So kann ein Lipödem beispielsweise mit einem Lymphödem verwechselt werden, bei dem es sich um eine Ansammlung von Lymphflüssigkeit in den Geweben handelt. Beide Erkrankungen können zu Schwellungen in Armen und Beinen führen, aber ein Lymphödem betrifft in der Regel nur eine Körperseite. Es gibt außerdem keine Neigung zu blauben Flecken und keine Druckempfindlichkeit. Cellulite ist außerdem nicht vorhanden und es können auch die Füße direkt betroffen sein. Lipödeme können auch mit Fettleibigkeit (Adipositas) verwechselt werden, da beide Erkrankungen zu einer Zunahme des Körperfetts führen können. Außerdem wird ein Lipödem auch oft mit einer Lipohyperthrophie verwechselt. Letztere ist aber ein rein ästhetisches Problem ohne Beschwerden wie Schmerzen oder Schwellungen.

Lipödem Symptome

Wenn Sie herausfinden möchten, ob Sie an einem Lipödem leiden, dann sollten Sie unter anderem auf folgende Symptome achten:

  • Vermehrung des Fettgewebes nur an Beinen und Armen: Der Rest des Körpers hat normale Proportionen, auch die Hände und Füße sind nicht betroffen.
  • Symmetrische Umfangszunahme: Ein Lipödem tritt immer beidseitig auf.
  • Schmerzen und Spannungsgefühl in den betroffenen Regionen: Die Schmerzen und Schwellungen verschlimmern sich im Laufe des Tages. Die Beine fühlen sich außerdem schwer an.
  • Neigung zu Blutergüssen: In den betroffenen Regionen bekommen Betroffene schneller blaue Flecken.
  • Berührungsempfindlichkeit und Druckschmerz: Berührungen werden oft unerträglich.
  • Neigung zu Besenreisern und Kramfpadern
  • Kalte Beine: Die Beine sind schwer zu erwärmen und können teilweise sogar nach einer heißen Dusche noch kühl sein.
  • Wassereinlagerungen: Zwischen den Fettzellen kommt es zu Wassereinlagerungen.
  • Keine Verbesserung durch Diät oder Sport: Im Gegensatz zu Übergewicht und Fettleibigkeit, können eine ausgewogenen Ernährung und sportliche Betätigung ein Lipödem nicht verbessern.
  • Unabhängig vom Körpergewicht: Ein Lipödem kann auch bei schlanken oder normalgewichtigen Frauen auftreten
  • Kleine Knoten im Gewebe spürbar: In späteren Stadien können sich auch Fettlappen bilden.
  • Cellulite: Auch Cellulite ist ein Symptom eines Lipödems, kann aber natürlich auch ohne ein Lipödem auftreten.
  • Genetische Veranlagung: Gibt es in Ihrer Familie Fälle von Lipödem? Dann kann es sein, dass Sie auch eine genetische Veranlagung dazu haben.
  • Schrittweise Zunahme der Symptome: Bei ausbleibender Behandlung nehmen die Symptome Schritt für Schritt zu.

Lassen Sie sich jedoch in jedem Fall fachärztlich beraten, da es auf eigene Faust oft schwer ist, Symptome eines Lipödem klar einzuordnen.

Lipödem erkennen

Können Lipödem Symptome ganz verschwinden?

Ist mit Sicherheit festgestellt worden, dass Sie an einem Lipödem leiden, können entsprechende Schritte eingeleitet werden, um das Lipödem zu behandeln.

In der Regel wird zunächst mit einer konservativen Therapie begonnen, die darauf zielt, die Lipödem Symptome zu verbessern und das Voranschreiten der Krankheit zu verhindern. Dies umfasst regelmäßige Lymphdrainagen oder Kompressionsbehandlung sowie das möglichst dauerhafte Tragen von Kompressionsstrümpfen. Außerdem sollten Betroffene möglichst strikt auf eine gesunde Ernährung und ausgiebige Bewegung achten.

Doch für viele Patientinnen ist die Lebenssituation nicht zufriedenstellend. Die Lipödem Symptome verschwinden nie ganz und die Behandlung ist zeitaufwendig und oft sehr einschränkend bis unangenehm, etwa das Tragen der Kompressionsstrümpfe.

Die meisten Betroffenen suchen daher nach einer besseren Lösung, um ihr Lipödem und die Symptome in den Griff zu bekommen.

In der Beethoven Klinik bieten wir Ihnen eine Fettabsaugung zur Behandlung Ihres Lipödems an. Hierbei wird das krankhafte Fettgewebe dauerhaft entfernt. Es muss allerdings ganz klar gesagt werden, dass ein Lipödem damit nicht geheilt werden kann. Lediglich wird der Umfang des krankhaften Gewebes so weit reduziert, dass in vielen Fällen ein Leben nahezu frei von Lipödem Symptomen möglich ist.

Wenn Sie wieder ein beschwerdefreies Leben führen möchten, dann lassen Sie sich gerne persönlich von uns beraten!

Beethoven 5.13 Redaktion

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